Hunde "von den Kumutschen"
Komondor und Kaukasischer Owtscharka

akt. 23.02.2002
zur Erziehung:

 Benedikta aus unserem B-Wurf
Wichtigste Voraussetzung dafür, einen Hirtenhund zu einem umgänglichen Zeitgenossen zu erziehen, ist der Aufbau eines unbedingten Vertrauensverhältnisses zwischen Hund und Mensch – und zwar vom ersten Tage an. Er darf sich nie ausgegrenzt oder gar ausgetrickst fühlen – nichts merkt er sich schneller und besser als das. Er muß die Erfahrung verinnerlichen, daß sein Mensch "immer" für ihn da ist – mit Zuneigung, aber auch mit liebevoller Konsequenz, allerdings ohne wirkliche Bestrafung!
Man sagt, der Mensch sei ein Gewohnheitstier - aber der Hund ist es noch weit mehr. Nichts tut er lieber, als eingefahrene Geschehensabläufe nachzuvollziehen, denn dabei kann nach seiner Erfahrung ja nichts "schief gehen". Das gilt es bei der Erziehung auszunutzen; schließlich hat "man" ja ein viel leistungsfähigeres Großhirn als der Hund:
Das Ritualisieren erwünschter Verhaltensweisen ist bei Hunden generell sehr hilfreich, ganz besonders ist es das aber bei Hirtenhunden, da bei diesen Hunden mit "Befehl und Gehorsam" wenig bewirkt werden kann.
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... zum Beispiel:
Noch keiner unserer Hunde ist bisher auf die Idee gekommen, bei Tisch zu betteln, obwohl sie immer dabei sind, wenn sie wollen – sie haben da ja noch nie einen Bissen bekommen, wozu also betteln? Wird aber der Tisch abgeräumt, wissen sie genau, daß sie die geeigneten Reste – als Leckerli – bekommen und trotten zu ihrem Futterplatz auf dem Balkon.
Bei unseren beiden jetzigen Hündinnen war es mitunter etwas problematisch, sie abends ins Haus zu kriegen. Wir haben dann damit begonnen, sie jeden Abend – wann auch immer sie nach dem Rufen kamen – mit einem Rinderohr zu belohnen. Inzwischen ist es eher umgekehrt: Wenn wir nun im Sommer mit ihnen abends zu lange – für ihre Begriffe – am Teich herumlungern, fangen sie ihrerseits an, uns ins Haus zu triezen, um endlich an ihr gewohntes Leckerli zu kommen.
Unsere verstorbene Kaukasenhündin Armida

... ein Komondor-Welpe unseres B-Wurfes
Ein instinktsicherer Hirtenhund ist von seiner Veranlagung her höchst wachsam - dies wird ganz besonders bei hereinbrechender Dämmerung deutlich. Im gegebenen Fall würde er auch kräftig zupacken.
Es könnte daher höchstens nur fatale Folgen haben, einen solchen Hund zu besonderer Wachsamkeit oder Verteidigungsaktivität erziehen oder gar abrichten zu wollen - all das kann und tut er ohnehin perfekt - mehr wäre zuviel.
Viel wichtiger ist es, mit dem Welpen in eine gute Welpenschule zu gehen, wo er an andere Hunde und viele Umweltreize gewöhnt wird. Er sollte von Anfang an intensiv mit Kindern und vielen Besuchern konfrontiert werden - dies muß für ihn normale Umwelt sein. Andernfalls könnte er später auf die Idee kommen, daß er zu bestimmen hat, wer zu Ihnen ins Haus darf und wer nicht.