| Hunde "von den Kumutschen" |
| Komondor und Kaukasischer Owtscharka |
| akt. 21.04.2002 |
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Auch für einen Hund ist Fressen ja ein essentieller Lebensvorgang. Also muß man ihm - so lauten die fachkundigen Vorschläge - nachhaltig klar machen, daß man über sein Fressen oder Nichtfressen willkürlich bestimmen kann. So werde ihm die Rangordnung im Rudel deutlich gemacht. Konkret wird gefordert, man soll dem Welpen und später auch dem erwachsenen Hund während des Fressens immer wieder mal den Futternapf wegnehmen und dies notfalls mit Strenge auch durchsetzen. |
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Das ist bei einem 12 Wochen alten Welpen sicher problemlos zu machen - der ist ja voll des
guten Willens und noch leicht handhabbar. Bei einem 12 Monate alten Junghund aber kann es
schon zu einem mittleren Kampf ausarten - und die Frage ist doch: was lernt der Hund daraus?
Er freut sich zunächst maßlos über das Futter, das ihm angeboten wird. Gleichzeitig aber macht er die Erfahrung, daß sein unberechenbarer Boß ihm sein Futter immer wieder mal streitig macht, ohne daß er einen Grund dafür erkennen kann. Also wird sich rund um den Futternapf rasch - sozusagen - eine Zone des Mißtrauens bilden, und bald wird das ewige, für ihn nicht einsichtige Futterklauen den Hund zunehmend nerven, und er wird versuchen, das zu unterbinden. Dann ist der Tag nicht mehr fern, an dem Herrchen/Frauchen diesen miesen Kampf um den Futternapf nur unter vollem Einsatz seiner/ihrer Autorität gewinnen kann. Und wo bleibt da die vielbeschworene Vertrauensbasis? Antwort: Auf der Strecke. |
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Unseren Welpen in einem Wurf nehmen wir in unregelmäßigen Abständen und mit freundlichen, stereotypen Worten - wie etwa: Jetzt gibts noch ein besonderes Leckerli - den Freßnapf weg und stellen ihn ihnen kurz danach wieder hin - mit einem "Sahnehäubchen" darauf. In den ersten Wochen nehmen die Welpen diesen Trick wohl gar nicht wahr - sie leben ja noch weitgehend vegetativ. Aber mit zunehmendem Alter verinnerlichen sie, daß das Wegnehmen des Napfes in Verbindung mit dem stereotypen Gelabere sehr erfreuliche Folgen hat. |