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Im Erbgut unserer Hirtenhunde ist dieses Grundmuster ihres
ursprünglichen Verhaltens noch tief verankert. Sie sind selbstbewußt,
selbstsicher, eigenständig – alles Eigenschaften, die nicht gerade an
Gehorsam oder Unterwürfigkeit denken lassen. Einen solchen Hund kann man
zwar in einen Zwinger einsperren, aber dann kann man mit ihm nicht mehr auf die
Straße gehen, denn er reagiert auf alles aggressiv, weil er keine
Möglichkeit hatte, ein Vertrauensverhältnis zu dieser Umwelt aufzubauen.
Oder man muß eine dauerhafte Freundschaft im Familienverband mit
ihm schließen, dann hat man einen Kumpel fürs Leben – nur: abrichten
kann man ihn nicht. Der "Trick" aber besteht eigentlich nur darin,
ihn mit steter Liebe und sanfter Konsequenz – keinesfalls mit Härte – von
klein auf dahin zu bringen, aus eigener Einsicht das zu tun, was man von ihm
möchte. Siehe dazu auch Erziehung
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Hirtenhunde werden in ihren Ursprungsgebieten seit vielen Jahrhunderten
zum Schutz der Herden eingesetzt – und dafür gezielt gezüchtet. Teilweise werden
sie im Welpenalter in die Herde integriert, wachsen darin auf und verteidigen
"ihr Rudel" gegen jeden Eindringling aufs schärfste. Dabei müssen sie
vollkommen selbständig handeln – auch ohne Kontakt mit dem Hirten. Agieren erst
auf Befehl ist nicht vorgesehen.
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