Hunde "von den Kumutschen"
Komondor und Kaukasischer Owtscharka
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Unser Kaukasen B-Wurf ist am 10. Oktober 2002 gefallen !
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Am 10. Oktober 2002 brachte Mázsa ihre Welpen zur Welt. Der erste fiel gegen 18 Uhr und der letzte
kurz nach Mitternacht. Es kamen zuerst drei Rüden und dann vier Hündinnen. Also insgesamt
sieben und - Gott sei Dank - nicht mehr.
Leider hat die Mutter am 16. Oktober eine Hündin erdrückt, so daß es jetzt nur noch
sechs sind. Offenbar hat sie sich versehentlich mit dem Ellbogen auf den Welpen gelegt; dadurch war
der ohne jeden Laut auf der Stelle tot. Und das, obgleich wir uns zu dieser Zeit in der Nähe der
Wurfkiste aufhielten. Unser Tierarzt - selbst ein erfahrener Züchter - hat uns erklärt,
daß man sich da keine Vorwürfe machen sollte; man kann noch so gut aufpassen, so etwas
passiert eben leider immer wieder mal.
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Die ersten vier - nach zwei Stunden
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Das mittlere Geburtsgewicht der Welpen betrug 490 g. Ende der ersten Woche lag das mittlere
Gewicht der Welpen bereits bei 1070 g und Ende der zweiten Woche bei 1810 g. Das mittlere
Gewicht hat sich am Ende der ersten Woche also mehr als verdoppelt und am Ende der zweiten
fast vervierfacht (Faktor 3,70).
Farblich ist der Wurf außergewöhnlich einheitlich. Bei der Geburt und einige Tage danach
waren alle Welpen tiefschwarz mit unterschiedlich kleinen weißen Söckchen und ganz
unterschiedlich strukturierten weißen Abzeichen auf Brust und Bauch. Diese Abzeichen werden
so markant sicherlich nicht bleiben.
Ein Rüde hat ein kleines, fast rechteckiges weißes Abzeichen -
"Preisschild" - auf dem Widerrist und eine Hündin eine Blässe, die an einen
Tannenbaum erinnert.
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Dankenswerterweise hat Mázsa sehr viel Milch. Wir mußten bis heute (17. Tag) kein
Krümelchen zufüttern. Daß die Milch reicht, sieht man einmal daran, daß
die Welpen phantastisch zunehmen, und daß sie nach jeweils 10 bis 12 Minuten Säugen
freiwillig von den Zitzen fallen und sofort tief und ruhig schlafen. Bekämen sie nicht
genug Milch, würden sie weiterhin laut quäkend an den leeren Zitzen saugen.
Mázsas phänomenale Milchproduktion hat vielleicht auch damit zu tun, daß
wir sie und die Brut seit dem Werfen rund um die Uhr betreuen - was mit zwei Personen ganz
schön stressig sein kann; manchmal wissen wir nicht mehr so genau, welcher Wochentag
gerade ist.
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Ein bißchen Ruhe muß sein
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Mit rund-um-die-Uhr-Betreuung ist auch gemeint, daß die Hündin genau so gefüttert
wird: mit kleineren, möglichst abwechslungsreichen und die Milchproduktion fördernden
Portionen. Leider konnte sich Mázsa nicht mit Malzbier anfreunden, das so nützlich
für stillende Mütter wäre. Also mußten wir auf etwas anderes ausweichen.
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Nachfolgend ein "Fütterungsprotokoll" vom 15. Tag.
Dabei bedeuten:
Becher = ca. 130g Pedigree Advance Energy (Trocken)
Dose = 820g Pedigree Dosenfutter
Pulver = 1 Teelöffel Mineralien + Spurenelemente
00:40 2 Hüttenkäse mit Leberwurst
01:10 1/2 l Milch (immer Frischmilch)
04:20 1 Dose mit Haferflocken und Pulver
05:10 1/3 l Milch
07:15 2 Hüttenkäse mit Leberwurst
08:30 1 Eßlöffel Vitacombex
10:30 1/2 l Milch
10:50 2 Becher + 1/2 Dose + Pulver
12:10 1/4 l Milch
15:00 2 Hüttenkäse mit Leberwurst
16:30 1 Dose mit Haferflocken und Pulver
16:40 1/4 l Milch
19:20 250g Quark und 1 Ei
20:40 1/4 l Milch
23:40 2 Becher + 1/2 Dose + Pulver
24:00 1/2 l Milch
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Ein Welpe und zwei Pfoten
Ich bin zu Hause
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... und so am vierten Tag:
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soo groß bin ich schon (2. Woche)
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Zum Ende der dritten Woche wogen alle Welpen zusammen lustigerweise genau 16 kg. Das ergibt ein
mittleres Welpengewicht von 2,67 kg. Damit haben die Welpen ihr mittleres Geburtsgewicht um den
Faktor 5,44 gesteigert; viel erfreulicher kann es gar nicht sein.
Und wir haben immer noch nichts zugefüttert - das alles leistet die Hündin ganz
alleine. Es wäre ja auch widersinnig zuzufüttern, wenn die Welpen allein von der
Muttermilch so prächtig gedeihen. Die Gewichtszunahme verläuft kontinuierlich von Tag
zu Tag - kein Grund also zuzufüttern.
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Über Nacht hatte sich Mázsa entschlossen, ihre Welpen langsam zu entwöhnen. Sie
ließ sich nicht mehr wie bisher mästen, ging zwar immer noch zum Säugen zu den
Welpen, aber die Milch reichte nicht mehr. Nun war die Entscheidung fällig: Ab heute 15
Uhr "wird zurückgeschossen". Das Zurückschießen bestand darin, einen
dünnen Brei aus Welpenmilch und kleingematschtem Welpendosenfutter anzurühren und diesen
den Welpen anzubieten. Jeder sollte zum Eingewöhnen einen Eßlöffel davon bekommen.
Alle haben es sehr schnell begriffen: Nur zwei bis drei mal mußte man jedem den Brei mit dem
Finger an das Näschen halten, dann haben sie gemerkt, daß man das Zeug auch alleine aus dem
Löffel lecken kann. Es hat allen offenbar auch sehr gut geschmeckt, denn zurück in der
Wurfkiste haben sie sich gegenseitig sehr ausführlich die Mäulchen abgeleckt.
Die nächste Fütterung ist gegen Mitternacht fällig; mal sehen, ob sie sich den Trick
gemerkt haben.
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Hier kommt ein Bild
In Memoriam:
an unsere Superhündin "Armida", mit der wir leider nicht züchten
durften.
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... Beginn der Zufütterung (Anfang der 4. Woche)
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Natürlich haben sie sich den Trick sofort gemerkt: "Wir sind ja extrem
lernfähig". Seither vertilgt die Brut täglich zwei bis drei Dosen Welpenfutter
vermischt mit Welpentrockenfutter. Die Milch der Mama ist dann der Nachtisch oder eine beliebte
Zwischenmahlzeit.
Zum Ende der vierten Woche (am 07.11.2002) wogen alle sechs zusammen 20,95 kg - im Schnitt also
jeder 3,49 kg - und haben damit innerhalb von 4 Wochen ihr Geburtsgewicht versiebenfacht.
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Seit gestern bekommen die Welpen auch bereits rohes, mageres, in kleine Streifchen geschnittenes
Rindfleisch. Sie sind ganz wild darauf, und offenbar bekommt es ihnen auch sehr gut, denn
keiner zeigt irgendwelche Anzeichen von Verdauungsstörungen.
Eine der Hündinnen ist so gierig danach, daß sie keinen rechten Unterschied zwischen
Rindfleisch und unseren Fingern macht - sie hat schon recht kräftig zugezwickt. Nun haben
wir auch noch einen "Piranha" in unserer Brut.
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... ich will auch zur Mama ! (3. Woche)
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... Knutschen muß sein
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Inzwischen haben die Welpen ihre siebente Lebenswoche beendet und wiegen zusammen ziemlich
genau einen Zentner. Damit haben sie das Gewicht ihrer Mama erreicht.
Sie sind dem Säuglingsalter auch längst entwachsen und fressen neben ihrem Dosen-
und Trockenfutter mit Gier frischen rohen Pansen, aber auch Gesundheitshäppchen, wie
Hüttenkäse mit Ei oder Honig. Insgesamt vertilgt jeder rund ein kg Futter pro Tag.
Natürlich säugt die Hündin auch immer noch, aber das sind nur noch
Zusatzleckerlis.
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Wie bei allen Rassen ist es besonders bei Hirtenhunden für ihre Entwicklung zum
verträglichen Familienhund von entscheidender Bedeutung, daß die Welpen von
Anbeginn auf Menschen geprägt werden. Sie müssen die Erfahrung verinnerlichen,
daß Menschen freundliche und zuverlässige Zeitgenossen sind. Zu wachsamen Hunden
werden sie später ihrer Veranlagung entsprechend ganz von selber.
Es vergehen daher kaum mehrere Tage, ohne daß nicht Bekannte zu Besuch kommen, die
sich mit den Welpen intensiv beschäftigen. Insbesondere die Tochter schleppt
regelmäßig reihum Leute aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis an, die ihre Freude
am Schmusen mit der quirligen Bande haben.
Da die Welpen bei uns im Haus, auf einem großen Balkon und mit ausführlichen
Ausflügen in den Garten aufwachsen, sind sie zudem auf alle Vorgänge in einem
normalen Familienhaushalt geprägt.
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Nicht nur das: sie kennen auch die meisten Geräte, die man als Heimwerker so betreibt -
von der Bohrmaschine bis zur Stichsäge. Sie haben nicht die geringste Scheu vor dem lauten
Gekreische.
Es ist die altbekannte Geschichte: Von klein auf vertraute Dinge werden als normale Umwelt
wahr- und hingenommen.
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In der Zwischenzeit haben die Welpen am 9. Dezember - nach Vollendung der achten Lebenswoche
- die Grundimmunisierung und ihren Identitätschip erhalten. Damit sind sie sozusagen
gerüstet fürs Leben. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Gesundheitstest
durchgeführt. Keiner der Welpen zeigte Anzeichen irgendeines Defektes.
Am 12. Dezember fand die Wurfabnahme statt. Auch dabei gab es keinerlei Beanstandungen durch
den abnehmenden Zuchtwart. Besonders positiv fiel bei allen Welpen deren einwandfreies,
knappes Scherengebiß auf.
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Welpen mit "Tante"
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Silvester 2002
Nun leben wir hier zwar ziemlich einsam, aber die - wenn auch etwas weit entfernten - Nachbarn pflegen
zu Silvester die obligatorischen Feuerwerke abzubrennen. Unsere beiden Althündinnen bellen dann
dagegen an. Was werden unsere Welpen tun? Wir saßen mit ihnen im Wohnzimmer, und bei dem ersten
Zischen und Knallen haben sie aufmerksam - nicht verängstigt - zum Fenster geschaut. Wir sind
ruhig sitzen geblieben und haben in ruhigem Tonfall etwas von Raketen und Neuem Jahr zu ihnen gelabert.
Natürlich haben sie kein Wort verstanden, aber sie haben gelernt: Das Getöse hat weiter
nichts zu bedeuten, wenn "die Obrigkeit" dabei völlig gelassen bleibt. Sie sind auch
sogleich zur Tagesordnung zurückgekehrt, haben ihre Spielchen weitergemacht und sich von dem
weiteren Geknalle nicht beeindrucken lassen.
Alle folgenden Silvesterknallereien werden sie voraussichtlich ebenso gelassen hinnehmen.
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Die vier Welpen, die noch bei uns sind - ein Rüde und drei Hündinnen - sind inzwischen
erneut entwurmt und letzte Woche abschließend grundimmunisiert worden. Sie sind nun
endgültig gerüstet für ihr kommendes Leben.
Wir waren mit ihnen - jeweils mit zweien - mehrfach in der Welpenschule, was sie ungemein
genossen haben. Sie sind zu allen anderen "fremden" Welpen und ebenso zu den Menschen
außerordentlich freundlich. Sie haben ja bisher auch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Aber ein Vorkommnis ist auch der Hundeausbilderin sofort aufgefallen: Während einer Stunde
kamen zwei der Teilnehmer mit einer etwa 20-minütigen Verspätung. Als sie auf etwa
fünfzig Meter herangekommen waren, saßen unsere beiden Welpen einge Meter neben der
spielenden Welpenschar, beobachteten die näher kommende Gruppe mit gespannter Aufmerksamkeit
und gaben Laut. Als diese auf rund 15 Meter herangekommen war, liefen beide hin und
begrüßten die Neuankömmlinge freundlich, während die anderen Welpen weiter
unbekümmert spielten.
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Unsere Darázs
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Die Hundeausbilderin, die offenbar einige Ahnung von Herdenschutzhunden hat, erläuterte dieses
Verhalten den Teilnehmern. Nämlich, daß bei diesen Hunden der natürliche Instinkt zur
Bewachung bereits im Welpenalter deutlich ausgeprägt ist, ebenso wie die Fähigkeit zum
selbständigen Handeln. Das war das konsequente Zuchtziel der Hirten seit vielen hundert Jahren.
Am 10. März haben wir den dritten Rüden abgegeben, so daß jetzt noch drei
Hündinnen bei uns sind, von denen wir eine behalten werde.
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Durcás unterwegs mit "seinen neuen Geschwistern"
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Gestern fand in unserer Gemeinde ein kleines Volksfest statt, und wir haben die Gelegenheit
genutzt, uns mit zwei unserer Hündinnen "unters Volk zu mischen". Vorweg: Beide
haben sich vorbildlich verhalten. Sie sind unbeeindruckt mit uns durch die Menge gestolpert,
haben sich von unzähligen Kindern streicheln lassen und manchen von ihnen auch kurz
über die Nase geleckt. Es ergab sich auch folgende lustige Situation: Es hatte sich ein
kleiner Kreis um uns gebildet, als eine Passantin fragte, ob die Hunde denn auch wachasm seien.
Gerade in diesem Moment kam eine andere Passantin aus dem Kreis auf uns zu und wurde von unserer
vorwitzigen Dízsa prompt verbellt.
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